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Seminar 3
Methodik — was bedeutet das eigentlich?
Bachelorseminar IKT
Prof. Dr. Alexandra Mikityuk
HTW Berlin · Sommersemester 2026
Definition · Methoden-Übersicht · Eigenes Methodik-Kapitel · Peer-Review · ⏱️ 5 Stunden
📅 Das Programm — alle 6 Seminare
Heute sind wir in Seminar 3.
1
Einführung · abgeschlossen ✓
2
Exposé & Forschungsfrage · abgeschlossen ✓
3
Methodik — was bedeutet das? heute
4
Literaturrecherche, Quellen & Struktur
5
Schreiben — vom Stil zur ersten Seite
6
Präsentation, Verteidigung & Abschluss
⏱️ 30 Min · Gruppen-Aktivität
🔍 Hausaufgaben-Check: Was habt ihr aus Seminar 2 mitgebracht?
In Seminar 2 hattet ihr drei Aufgaben — heute schauen wir sie uns gemeinsam an:
- Forschungsfrage finalisieren (im Format „Welchen Einfluss hat X auf Y …")
- 5 erste Quellen zum Thema
- Zeitplan-Skizze für die kommenden Monate
Ablauf:
- 10 Min — bildet 3er-Gruppen
- 15 Min — jede:r stellt ihre/seine Forschungsfrage vor, die anderen geben Feedback (drei Tests: spezifisch · machbar · 4 Monate?)
- 5 Min — drei Gruppen teilen ihr „aha"-Insight mit der ganzen Gruppe
Warum das wichtig ist: heute geht es um Methodik — und die Methodik hängt direkt davon ab, welche Frage ihr beantworten wollt. Ohne klare Forschungsfrage ergibt Methodik wenig Sinn.
Themen heute (5 Stunden)
Block 1 (1h)
- Was IST Methodik?
- Methodik vs. Methode
- Die 4 Haupt-Methoden für Bachelor
Block 2 (2h)
- Jede Methode im Detail (Beispiele!)
- Eigenarbeit: welche Methode passt zu meinem Thema?
- Peer-Review
Block 3 (2h)
- Wie schreibe ich ein Methodik-Kapitel?
- Beispiel: gut vs. schlecht
- Eigenes Methodik-Kapitel skizzieren
- Peer-Review in Gruppen
Format: dieses Seminar dauert 5 Stunden — mit 2 Pausen und 3 großen Eigenarbeit-Phasen. Bringt euer Exposé und eure Forschungsfrage mit!
Was ist Methodik wirklich?
Methodik = wie ihr eure Forschungsfrage beantwortet.
Ihr habt eine Frage. Was tut ihr konkret, um sie zu beantworten? Genau das ist eure Methodik.
🍳 Alltagsanalogie — Rezept-Buch
Ihr wollt einen Kuchen backen (= Forschungsfrage).
Methodik = das Rezept, das beschreibt: welche Zutaten, in welcher Reihenfolge, wie lang im Ofen, bei wie viel Grad.
Ohne Rezept → kein wiederholbares Ergebnis.
🔬 Wissenschaftliches Beispiel
Forschungsfrage: „Welchen Einfluss hat die Wahl des Hashing-Algorithmus (bcrypt vs. argon2) auf die Login-Latenz?"
Methodik: Test-Server aufsetzen, beide Algorithmen implementieren, 10.000 Logins simulieren, 95-Perzentil messen, vergleichen.
Drei Kriterien guter Methodik:
- Nachvollziehbar — jemand anders könnte es nachmachen
- Begründet — warum gerade diese Methode?
- Passend — beantwortet sie wirklich die Forschungsfrage?
Methodik vs. Methode — wo ist der Unterschied?
Diese zwei Begriffe werden oft verwechselt:
🛠️ Methode (Einzahl)
Ein einzelnes Werkzeug.
Beispiele:
- Eine Online-Umfrage
- Ein Interview
- Ein Benchmark-Test
- Eine Literaturanalyse
📚 Methodik (Sammelbegriff)
Die Gesamtstrategie + Begründung, warum genau diese Methoden gewählt wurden.
Beispiel:
„Ich nutze eine Online-Umfrage (n=200 Studierende) plus 5 Tiefen-Interviews, weil die Umfrage Breite gibt und die Interviews die Hintergründe erklären."
Kurzformel: Methode = was ihr macht. Methodik = was + warum + wie alles zusammenpasst.
Die 4 Haupt-Methoden für Bachelorarbeiten
Schauen wir uns die wichtigsten Methoden für Informatik-Bachelorarbeiten an:
① Literaturanalyse
Systematisches Sammeln, Auswerten und Vergleichen bestehender Quellen.
Typisch wenn: ihr ein bestehendes Thema strukturiert aufarbeiten wollt.
② Empirische Methode
Daten selbst erheben: Umfrage, Interview, Beobachtung, Experiment.
Typisch wenn: ihr Aussagen über reale Nutzer:innen oder Verhalten machen wollt.
③ Implementierung / Prototyp
Konzept entwickeln + selbst bauen (Software, Hardware, System).
Typisch wenn: ihr zeigen wollt, dass eure Idee technisch umsetzbar ist.
④ Vergleichsstudie / Benchmark
Zwei oder mehr existierende Ansätze systematisch vergleichen (Performance, Sicherheit, Usability …).
Typisch wenn: ihr eine begründete Empfehlung zwischen Alternativen geben wollt.
Wichtig: ihr könnt mehrere Methoden kombinieren — z.B. erst Literaturanalyse, dann Prototyp, dann Benchmark. Solche „gemischten Designs" sind in Bachelorarbeiten ganz normal.
① Literaturanalyse — im Detail
Was ihr tut
- Quellen suchen (Google Scholar, IEEE, ACM, Bibliotheks-Datenbanken)
- Quellen filtern (Aktualität, Seriosität, Themenbezug)
- Strukturiert lesen + Notizen machen
- Verbindungen, Widersprüche, Lücken identifizieren
- Eure eigene Position dazu formulieren
📖 Beispiel-Thema
Forschungsfrage: „Welche Anti-Patterns sind in REST-APIs in der wissenschaftlichen Literatur dokumentiert?"
Methodik: systematische Literaturanalyse, ~ 25 Papers aus den letzten 10 Jahren, Kategorisierung nach Häufigkeit + Schweregrad, qualitativer Vergleich.
⚠️ Häufige Fallen
- Nur Wikipedia / Medium-Artikel zitieren
- Keine eigene Position — bloßes Aneinanderreihen
- Zu wenig Quellen (unter ~15 wird's eng)
- Zu alte Quellen (in der IT meist > 10 Jahre kritisch)
② Empirische Methode — im Detail
Drei klassische Varianten
- Umfrage (Survey): viele Teilnehmer:innen, standardisierte Fragen, Statistik
- Interview: wenige Teilnehmer:innen, offene Fragen, qualitative Auswertung
- Experiment / Usability-Test: Teilnehmer:innen machen eine Aufgabe, ihr beobachtet/messt
📊 Beispiel — Umfrage
Forschungsfrage: „Welche Bedenken haben Studierende beim Einsatz von KI-Coding-Assistenten?"
Methodik: Online-Umfrage (n≈150) bei HTW-Informatik-Studierenden, 12 geschlossene + 3 offene Fragen, Auswertung mit Excel/R.
🗣️ Beispiel — Interview
Forschungsfrage: „Wie nutzen Senior-Developer KI-Tools im Arbeitsalltag?"
Methodik: 6 semi-strukturierte Interviews à 45 Min, Audio-Aufnahme, Transkription, thematische Codierung nach Mayring.
Wichtig: bei empirischen Studien braucht ihr meist Datenschutz-Einverständnis, eine Pilotstudie (Test der Fragen mit 2-3 Leuten) und eine Reflexion über die Stichprobe (wer hat geantwortet, wer nicht?).
③ Implementierung / Prototyp — im Detail
Was eine Implementierung wissenschaftlich macht
Es reicht nicht, einfach ein Programm zu schreiben. Wissenschaftlich wird es, wenn ihr:
- Anforderungen systematisch herleitet (aus Literatur oder Nutzer-Interviews)
- Designentscheidungen begründet (warum diese Architektur? warum diese Bibliothek?)
- Evaluation einbaut (funktioniert es? wie gut?)
- Limitationen ehrlich diskutiert
🛠️ Beispiel
Forschungsfrage: „Wie kann ein einfacher Open-Source-MCP-Server für Smart-Home-Steuerung implementiert werden?"
Methodik:
- Anforderungsanalyse: 3 Use-Cases definieren (Licht, Heizung, Kamera)
- Architekturentwurf + Begründung der Technologie-Wahl (Python + MCP-SDK)
- Implementierung (~ 500 LOC, GitHub-Repo)
- Evaluation: Funktionstest aller 3 Use-Cases + Performance-Messung
- Limitationen + Ausblick (z.B. Sicherheit, Skalierung)
④ Vergleichsstudie / Benchmark — im Detail
Was ihr tut
Mehrere existierende Lösungen systematisch nach denselben Kriterien vergleichen — am Ende: eine begründete Empfehlung.
- Zu vergleichende Alternativen klar definieren
- Vergleichskriterien festlegen (z.B. Performance, Speicherverbrauch, Sicherheit, Lernkurve)
- Identische Testumgebung aufbauen
- Messen / bewerten
- Zusammenfassen in Tabelle + Empfehlung
📊 Beispiel
Forschungsfrage: „Welcher Open-Source-Vector-Store eignet sich am besten für RAG-Anwendungen mit < 1 Mio. Dokumenten — Chroma, Weaviate oder Qdrant?"
Methodik: alle drei lokal installieren · 100.000 Dokumente importieren · 4 Kriterien messen (Embed-Zeit, Query-Zeit, RAM, Disk) · zwei Datensätze testen (Wikipedia + Stack Overflow) · Empfehlung pro Use-Case.
⏱️ 30 Min · Eigenarbeit + Pair
🛠️ Eigenarbeit 1: Welche Methode passt zu meinem Thema?
Ihr habt jetzt vier Methoden gesehen. Jetzt schaut ihr euer eigenes Thema an:
15 Min — alleine:
- Schreibt eure Forschungsfrage noch einmal auf (das, was ihr aus Seminar 2 mitgebracht habt)
- Notiert: welche der 4 Methoden passt zu eurer Frage? Begründet kurz.
- Skizziert: was würdet ihr konkret tun? (3-5 Schritte)
- Notiert eine offene Frage, die ihr zu eurer Methodik habt
15 Min — zu zweit:
- Tauscht euch mit eine:r anderen Person aus
- Stellt euch gegenseitig eure Methode vor
- Spielt „Advocatus Diaboli": welche Schwächen seht ihr in der Methodik?
🗣️ Plenum: Was ist herausgekommen?
15 Min im Plenum.
Wir sammeln gemeinsam:
- Welche Methode hat wer gewählt? (kurze Umfrage per Handzeichen)
- 3-4 Studierende stellen ihre Methodik vor → die Gruppe gibt Feedback
- Ich klariere offene Fragen, die in den Pärchen aufgekommen sind
Lernziel: die unterschiedlichen Methoden-Wahlen kennenlernen — und merken: es gibt nicht die eine richtige Methode, sondern eine, die zu eurer Frage passt.
☕
Pause
15 Minuten
Holt euch was zu trinken, lauft kurz raus, sprecht mit den anderen. Gleich geht's um das eigentliche Schreiben der Methodik.
Das Methodik-Kapitel — was steht da drin?
In eurer Bachelorarbeit ist das Methodik-Kapitel typisch 4-8 Seiten. Es enthält:
- Forschungsfrage wiederholen — kurz, klar
- Methoden-Wahl + Begründung — warum diese Methode? Warum nicht eine andere?
- Genaues Vorgehen — Schritt für Schritt, so dass jemand anders es nachvollziehen könnte
- Werkzeuge / Daten / Material — z.B. Software-Versionen, Datensätze, Teilnehmer-Zahl
- Gütekriterien — wie stellt ihr sicher, dass die Ergebnisse aussagekräftig sind?
- Grenzen der Methode — was kann sie nicht?
Pro-Tipp: die Reihenfolge ist nicht in Stein gemeißelt — aber alle 6 Punkte sollten drin sein. Lieber kurz und vollständig als lang und nebulös.
❌ Beispiel — schlechtes Methodik-Kapitel
„Für diese Arbeit wurde eine empirische Methode gewählt. Es wurden mehrere Personen befragt und die Ergebnisse ausgewertet. Die Auswertung erfolgte mit Excel. Die Methode ist gut geeignet, um die Forschungsfrage zu beantworten."
Was ist schlecht daran?
- ❌ „mehrere Personen" — wie viele? Welche?
- ❌ „befragt" — Umfrage? Interview? Online? Vor Ort?
- ❌ „ausgewertet" — wie? Welche Statistik? Welche Codierung?
- ❌ Keine Begründung — warum gerade diese Methode?
- ❌ Keine Grenzen — als wäre die Methode perfekt
→ Ein anderer Forscher könnte das nicht nachmachen. Damit nicht wissenschaftlich.
✓ Beispiel — gutes Methodik-Kapitel
„Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine quantitative Online-Umfrage gewählt, weil sie eine breite Stichprobe schnell und kostengünstig ermöglicht. Eine qualitative Methode wie Interviews wurde verworfen, weil sie für die geplanten 100+ Teilnehmer:innen den zeitlichen Rahmen sprengen würde.
Die Umfrage wurde mit LimeSurvey 5.4 umgesetzt und enthielt 14 Items (10 geschlossene mit 5-stufiger Likert-Skala, 4 offene Freitext-Fragen). Eine Pilotstudie mit 5 Studierenden im April 2026 führte zu drei Item-Anpassungen.
Die Stichprobe (n=147) wurde über Mailing-Listen der Informatik-Fakultäten von HTW Berlin und TU Berlin rekrutiert. Auswertung der geschlossenen Items in R 4.3 (deskriptive Statistik + Korrelationen), Auswertung der Freitext-Antworten mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.
Grenzen: die Stichprobe ist nicht repräsentativ für alle Studierenden in Deutschland — die Ergebnisse beziehen sich auf Informatik-Studierende an Berliner Hochschulen."
Warum ist das gut? Konkrete Zahlen, klare Methoden-Begründung, exakte Tool-Versionen, ehrliche Grenzen-Diskussion. Ein anderer Forscher könnte das fast 1:1 nachmachen.
Gütekriterien — woran misst man gute Forschung?
🎯 Validität
Messt ihr wirklich das, was ihr messen wollt?
Beispiel: ihr wollt Programmier-Skill messen, fragt aber nur „wie sehr magst du programmieren?" → falsche Frage.
🔄 Reliabilität
Würdet ihr beim Wiederholen dasselbe Ergebnis bekommen?
Beispiel: ein Benchmark-Test, der bei jedem Lauf andere Ergebnisse zeigt, ist unreliabel.
📚 Objektivität
Hängt das Ergebnis von euch als Forscher ab, oder wäre es bei jeder anderen Person gleich?
Beispiel: wenn ihr Interviews allein codiert, ohne zweite Person, ist die Objektivität niedrig.
Für die Bachelorarbeit: ihr müsst die Gütekriterien nicht perfekt erfüllen — aber ihr müsst diskutieren, wie ihr versucht habt, sie zu erreichen, und wo eure Methode an Grenzen stößt.
⏱️ 60 Min · Eigenarbeit
🛠️ Eigenarbeit 2: Skizziert euer eigenes Methodik-Kapitel
Jetzt seid ihr dran. Schreibt eine erste Skizze eures Methodik-Kapitels — ca. 1-2 Seiten.
Aufgabe: schreibt einen Fließtext, der die 6 Punkte aus Slide 15 enthält:
- Forschungsfrage wiederholen
- Methoden-Wahl + Begründung
- Genaues Vorgehen (Schritt-für-Schritt)
- Werkzeuge / Daten / Material
- Gütekriterien — wie stellt ihr sicher, dass die Ergebnisse aussagekräftig sind?
- Grenzen — was kann eure Methode nicht?
Tipps:
- Nutzt das gute Beispiel von Slide 17 als Stil-Referenz
- Konkret bleiben — Zahlen, Tools, Versionen
- Es muss nicht perfekt sein. Schreibt einen ersten Entwurf.
Ihr arbeitet still. Hilfe gibt's bei mir — kommt zu mir, wenn ihr hängenbleibt.
☕
Pause
15 Minuten
Streckt euch, holt was zu trinken. Gleich Peer-Review.
⏱️ 45 Min · Gruppen-Aktivität
👥 Peer-Review eurer Methodik-Skizzen
Bildet 3er-Gruppen. Jede:r hat 15 Minuten:
Ablauf pro Person (15 Min):
- 3 Min — eigene Methodik-Skizze vorlesen
- 8 Min — die anderen geben Feedback nach folgender Checkliste:
- Sind alle 6 Punkte enthalten?
- Ist die Methoden-Wahl klar begründet?
- Ist das Vorgehen so konkret, dass man es nachmachen könnte?
- Wird Validität / Reliabilität / Objektivität angesprochen?
- Werden Grenzen ehrlich diskutiert?
- 4 Min — Notizen machen für eigene Überarbeitung
Warum Peer-Review: ihr lernt durch Lesen anderer mehr als durch das eigene Schreiben. Was bei anderen unklar ist, war bei euch wahrscheinlich auch unklar.
⚠️ Häufige Methodik-Fallen — und wie ihr sie vermeidet
1. „Zu viel auf einmal"
Umfrage + Interview + Prototyp + Benchmark — in 3 Monaten unmöglich.
Fix: eine Hauptmethode, max. eine ergänzende. Mehr in der Future-Work-Sektion erwähnen.
2. „Keine Begründung"
„Ich habe eine Umfrage gemacht." — aber warum nicht Interviews?
Fix: ein Satz reicht: „X wurde gewählt, weil … Y wurde verworfen, weil …"
3. „Methode passt nicht zur Frage"
Forschungsfrage über reale Nutzer → reine Literaturanalyse reicht nicht.
Fix: bei der Methoden-Wahl gegen die Forschungsfrage testen.
4. „Stichprobe zu klein / verzerrt"
Nur 5 Antworten oder nur eure Freunde befragt.
Fix: mind. n=30 für Umfragen, mind. 5 für Interviews, breite Rekrutierung.
📚 Hausaufgaben für Seminar 4
Bis nächstes Mal — drei Aufgaben
- Methodik-Kapitel überarbeiten — basierend auf dem Peer-Review von heute. Ergebnis: 1-2 Seiten, alle 6 Punkte enthalten.
- Literatur-Suchstrategie aufschreiben:
- Welche 3 Datenbanken nutzt ihr? (z.B. Google Scholar, IEEE Xplore, ACM)
- Welche 5 Suchbegriffe (engl. + deutsch)?
- Mindestens 10 Quellen zu eurem Thema sammeln + erste Bewertung (seriös / unseriös, aktuell / veraltet).
Erinnerung: Seminar 4 beginnt wieder mit einer Hausaufgaben-Besprechung (30 Min). Bringt eure Quellen-Liste und eure Methodik-Skizze mit.
Take-aways aus heute
- Methodik = wie ihr eure Forschungsfrage beantwortet — nicht was ihr findet.
- Methode = ein Werkzeug. Methodik = Strategie + Begründung.
- Vier Haupt-Methoden für Bachelor: Literaturanalyse · Empirisch · Implementierung · Vergleichsstudie. Kombination möglich.
- Ein gutes Methodik-Kapitel hat 6 Punkte: Frage · Methoden-Wahl + Begründung · Vorgehen · Werkzeuge · Gütekriterien · Grenzen.
- Gütekriterien: Validität · Reliabilität · Objektivität — nicht perfekt erfüllen, aber diskutieren.
- Goldene Regel: konkret bleiben. Konkrete Zahlen, Tool-Versionen, Verfahren. Ein Anderer sollte es nachmachen können.
Vorblick: Seminar 4 — Literaturrecherche & Quellenbewertung
Nächste Woche bauen wir auf eurer Methodik auf:
- Wo findet man seriöse Quellen? (IEEE, ACM, Google Scholar, Fachzeitschriften)
- Wie bewertet man Quellen? (Peer-Review-Status, Zitationen, Aktualität)
- Wie führt man eine systematische Literaturrecherche durch?
- Wie zitiert man richtig — und was ist Plagiat?
Fragen?
Schreibt mir gerne mit eurer Methodik-Skizze oder spezifischen Fragen.
Prof. Dr. Alexandra Mikityuk
HTW Berlin · Büro Raum 308